FAQ – meistgefragte Fragen an Clannon

1. Wann kommt dein nächstes Buch?

Die kurze Antwort: Sobald es fertig und perfekt ist.

Die lange Antwort: Ich schwöre, ich schreibe so oft und so viel ich kann, aber da ich keine Vollzeitautorin bin, ist meine Schreib-frei-Zeit knapp bemessen und da ich meine Bücher zig mal überarbeite, bis ich rundum mit ihnen zufrieden bin, gibt es aus meiner Manufaktur höchstens zwei Bücher pro Jahr.

Obwohl ich als Autorin sehr erfolgreich bin und gut von dem leben könnte, was meine Buchverkäufe einbringen, möchte ich meinen „echten“ Beruf nicht an den Nagel hängen oder ihn zugunsten der Schreiberei vernachlässigen. Ich liebe meinen Job und zudem verdiene ich gut und bin nicht auf die Einnahmen aus Buchverkäufen angewiesen. Damit gibt mir mein Beruf die Unabhängigkeit, das zu schreiben, was ich will und wieviel ich will und wann ich will. Ich muss mich nicht vor Schreibblockaden fürchten oder davor, dass meine Geschichten keine Bestseller werden. Ich muss mich nicht verbiegen oder (noch schlimmer) in der Schublade stecken bleiben, in die man mich hineingepackt hat, nur um mir meine Lebensgrundlage zu sichern.

Ich kann kreativ und verrückt und zickig sein wie ich will und das ist cool.

2. Verkaufst du signierte Taschenbücher?

Kurze Antwort: grundsätzlich nein, in seltenen Ausnahmefällen verkaufe ich gegen Amazongutschein.

Lange Antwort: Ich weiß, das ist mein großes Marketingversagen, dass ich keine signierten Bücher verkaufe, nebst dem Fehlen von Goodie-Bags und jeglichem Give-Away-Gedöns (inkl Autogrammkarten mit meinem grinsenden Antlitz, handsignierten Shampooflaschen, selbstklebender Kühlschrankbeleuchtung, Handtuchhaltern mit und ohne mein Gesicht, Clannon-T-Shirts, Clannon-Tragetaschen, Clannon-Dederonbeutel und Clannon-Unterwäsche, usw.).

Ich weiß auch, dass fast alle meine Kollegen einen florierenden Handel mit signierten Büchern betreiben und die reinsten Give-Away-Götter im Heiligen Land der Selfpublisher sind.

Asche auf mein Haupt.

Aber immerhin, inzwischen habe ich schon die Möglichkeit „Bezahlung per Amazongutschein“ für mich entdeckt und wenn jemand ganz dringend ein signiertes Buch haben muss, weil er sonst ganz furchtbar traurig sein würde, dann lasse ich mich meist weichkochen.

 3. Wie alt bist du? Wie siehst du aus? Wo wohnst du? Wie heißt du wirklich?

Kurze Antwort: Mein Inkognito ist mir heilig.

Lange Antwort: Es gibt ein paar triftige Gründe, warum ich unter einem Pseudonym schreibe und die haben nur wenig damit zu tun, dass ich explizite, erotische Literatur in einer expliziten, sagen wir mal, volksnahen Sprache schreibe. Selbst wenn ich Krimis, Historienschinken oder Kinderbücher schreiben würde, würde ich unter einem Pseudonym veröffentlichen und meine reale Identität hüten – denn egal was ich schreibe, immer lege ich in meinen Büchern ein Stück von mir und meinem Herzen bloß und das Pseudonym ist mein einziger Schutz gegen die realen Arschgeigen im realen Leben.

Ich habe allerdings seit meiner ersten Veröffentlichung im Jahre 2013 einiges dazugelernt. Es reicht offenbar nicht aus, wenn du als Autor authentisch auftrittst und dich so gibst wie du bist, nein, deine Leser möchten zu deinen Geschichten auch dein wahres Gesicht sehen und wissen, was für eine echte Person hinter den Romanen steht und sie wollen gerne mit „ihrem“ Autor mitfühlen und an seinem Leben teilhaben.

Wenn ich einen geplatzten Blinddarm habe oder um meinen toten Wellensittich traure, dann wollen die Leser  offenbar daran teilhaben (sagte man mir). Das würde mich zu einer realeren, greifbareren und glaubwürdigeren Person machen.

Echt jetzt?

Mich würde der Durchfall oder die Mittelohrentzündung von meinen Autorengöttern (z.B. George R. R. Martin oder Dan Simmons oder Jasper Fforde) keinen Deut interessieren, ganz im Gegenteil, ich würde an deren Intellekt zweifeln, wenn ich lesen müsste, dass sie sich im Internet darüber ausbreiten.

Ich akzeptiere es, dass viele Leser angeblich genau das von ihren sogenannten „Lieblingsautoren“ erwarten aber verstehen kann ich es irgendwie nicht.

Liebe Leser, Freunde und Fans, wenn ihr wissen wollt, wie ich bin, wie ich ticke, welche ethischen Werte mir wichtig sind, wie ich über die Gesellschaft und Sex, Partnerschaft, Freundschaft, Kinder, Mütter oder Liebe denke, dann lest meine Bücher, da ist alles von mir drin, was es zu wissen gibt. Näher und intimer könntet ihr mich nicht kennenlernen, selbst wenn ich auf der Messe posieren oder Leseabende bei mir zu Hause am Lagerfeuer veranstalten würde. Nirgendwo öffne ich mich mehr und entblöße mehr von meinem Innersten, als in meinen Geschichten.

True!

4. Werden alle deine Bücher als Hörbücher erscheinen?

Kurze und lange Antwort: Zunächst mal wird First Night bei Audible erscheinen, vermutlich Anfang 2017. Danach sehen wir weiter.

5. Dein Buch X (X= beliebiges Buch, das ich geschrieben habe) hat mir sehr gefallen, wird es dazu eine Fortsetzung geben?

Kurze Antwort: Sehr unwahrscheinlich.

Lange Antwort: Ich weiß, EL James macht es, J.K. Rowling macht es, Jojo Moyes macht es, Amazon-Erfolgs-AutorInnen Heti und Pleti machen es und die Fans wollen es, und Clannon wird es ebenfalls machen, und zwar an dem Tag, an dem sie dringend Geld braucht und ihr die Ideen ausgehen.

6. Trifft man dich auf der Messe?

Kurze Antwort: Nein

Lange Antwort: Nein, leider nicht. Bitte seid mir nicht böse.

7. Ich habe eine Idee für dein nächstes Buch …

Kurze Antwort: Danke für die Anregung, aber ich habe auch ein Idee für mein nächstes Buch.

Lange Antwort: Ich bekomme sehr oft, sehr lange Mails, in denen mir Leser (?) manchmal ausführliche Vorschläge machen, worüber ich als nächstes schreiben könnte/sollte, oftmals handelt es sich um deren Lebensgeschichten oder besondere Erlebnisse, die ich zu einem Roman verarbeiten soll.

Einige machen sich viel Mühe und schreiben Seiten über Seiten an mich, zum Teil mit richtig gut ausgearbeiteten Plots und ausformulierten Textpassagen.

Ich bedanke mich dann immer freundlich für die Mail aber eigentlich bin ich immer sehr unglücklich und gefrustet, denn tatsächlich will ich solche Mails nicht bekommen.

Zum einen habe ich den Kopf voll mit 100.000 eigenen Ideen und kaum die Zeit, sie niederzuschreiben, und zum anderen kann es durchaus vorkommen, dass in solchen Mails Ideen enthalten sind, die ich selbst gerade habe (denn kein Autor erfindet das Rad neu), und dann fluche ich ausgesprochen undamenhaft auf den Absender, denn jetzt fühle ich mich genötigt meine aktuelle Geschichte umzuschreiben. Schließlich will ich mir später nicht von irgendjemandem vorhalten lassen, ich hätte seine Ideen geklaut.

Also Leute, bitte schickt mir keine Ideen zu meinen Büchern. Macht euch keine Sorgen, ich habe selbst Ideen. Noch.

8. Kann ich ein kostenloses Reziexemplar von dir bekommen?

Kurze Antwort: Hängt davon ab …

Lange Antwort: Wenn ein Blogger mich anschreibt und nach Rezi-Exemplaren fragt, schaue ich immer zuerst seinen Blog an und prüfe: passt der Blog vom Thema zu mir und meinen Geschichten? Was hat der Blog für eine Reichweite und eine Sichtbarkeit? Wie ernsthaft betreibt der Blogger sein „Hobby“? Traue ich ihm ein neutrales und vor allem kluges Urteil zu?

Ich habe übrigens keine Probleme mit schlechten Bewertungen (von klugen Leuten) – ganz im Gegenteil, für mich sind kluge Verrisse das Salz in der Suppe und sie sind genau das was die Produktseite eines Buches (ganz besonders im Amazon-Trickster-Sumpf) authentisch und rund macht. Nichts ist mir suspekter als ein Buch, das nur 5-Sterne Rezis hat. Selbst Nobelpreisträger haben ihre Verrisse und es wäre beängstigend schlimm, wenn nicht.

9. Ich habe auch ein Buch geschrieben. Würdest du es bitte lesen und mir deine Meinung sagen?

Kurze Antwort: Nein!

Lange Antwort: Bitte schickt mir keine Texte per Mail oder PN und bitte, bittet mich nicht darum, eure Geschichten zu lesen oder gar zu beurteilen. Und bitte, seid hinterher auch nicht beleidigend, zynisch oder aggressiv, wenn ich ablehne.

Ich helfe Debütautoren wirklich sehr gerne mit meinen eigenen Erfahrungen, mit Tipps und Ratschlägen und manchmal sogar mit ein wenig Promotion, aber ich lese keine Texte, auf die ich keine Lust habe und ich gebe kein ehrliches Feedback.

Sorry, aber ich bringe es einfach nicht über mich, jemandem zu sagen, dass ich sein Buch kacke finde. Auch wenn es Doppelkacke im Quadrat ist, schweige ich lieber dazu, als etwas Schlechtes zu sagen. Und nur damit das klar ist, das muss ich auch nicht, denn ich bin keine Lektorin und werde nicht für ehrliche Meinungen bezahlt. Ich finde wenig Freude daran, fremde (miserable) Texte akribisch durchzuackern und sie dann auseinander zu nehmen oder sie zu kritisieren, sei es nun konstruktiv oder destruktiv.

Ich weiß, dass viele Autoren nebenher auch noch lektorieren und bloggen und rezensieren.

Ich gehöre nicht dazu.

10. Warum schreibst du so einen ellenlangen Sülz, für den sich eh kein Schwanz interessiert? Schreib lieber an deinem Roman weiter.

Kurze Antwort: Ja

Lange Antwort: Ja.

sonst noch Fragen, Kienzle 😉

First Day – Die Mission im Buchhandel

Pageflex Persona [document: PRS0000033_00008]

First Day geht auf Buchhandelsmission.
Wer das Flair einer echten Buchhandlung liebt, wer Bücher gerne in die Hand nimmt um darin zu blättern, wer Bücher kaufen gerne zu einem Event macht und nicht bloß mit einem Klick auf einer Online-Plattform zufrieden ist, für den gibt es „First Day – Die Mission“ jetzt auch in allen Buchhandlungen in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich.